„Es war kein großer Knall. Ich merkte es an vielen Kleinigkeiten.“
Katrin ist eine Frau mit sehr viel Verantwortung. Und ich helfe ihr dabei, Klarheit zu finden und Muster zu erkennen, wenn ihr eigener Kopf übervoll ist.
Sie erzählt mir von einem Mitarbeiter, mit dem sich Gespräche immer wiederholen.
Er ist einsichtig, pflichtbewusst, loyal – und trotzdem spürt sie, dass er übermäßig viel Kraft kostet.
Sie versteht sich selbst nicht, warum sie so fühlt.
„Völlig unlogisch“, sagt sie und zuckt resigniert mit den Schultern.
Ein altes Muster wirkt im Hintergrund.
Für sie sind Kleinigkeiten nie groß genug für den großen Knall – also für eine klare Entscheidung.
Und dann sagt sie einen Satz, der hängen bleibt:
„Ich habe immer wie so einen kleinen Kloß im Hals, schon wenn ich ins Office gehe. Da ist dieses leise Gefühl, dass ich zwar festhalte, aber keine echte Verbindung spüre.“
Wenn es dir so geht, weißt du längst, dass etwas nicht stimmt.
Dieses innere Anklopfen.
Dieses nagende Gefühl, das nie schlimm genug ist, um sofort zu handeln –
aber stark genug, um dich langsam innerlich zu zersetzen.
Dennoch bleibst du.
Nicht weil es gut ist, sondern weil es Halt gibt.
Denn dieser Mensch, diese Beziehung, diese Konstellation gibt dir etwas Verlässliches.
Etwas Bekanntes.
Vielleicht sogar etwas, das du überschätzt, weil es dir früher gefehlt hat.
Falscher Halt fühlt sich lange richtig an.
Er gibt Stabilität – aber verhindert Bewegung.
Und genau das macht ihn so gefährlich.
Paradoxerweise halten besonders Menschen mit Verantwortung oft zu lange fest.
Nicht aus Schwäche, sondern weil sie gelernt haben, Stabilität höher zu bewerten als innere Wahrheit.
Und weil ich sehe, dass es vielen so geht, habe ich dazu eine neue Folge aufgenommen
(Link dazu findest du unten im Kommentar).
Nimm heute einfach diese Frage mit:
Wo habe ich dauerhaft Sand im Getriebe –
aber es ist nie schlimm genug, um wirklich loszulassen?
Herzlich
Silke
Ich wünsche dir ein Charisma-Aha,
trau dich DU zu sein,
deine Silke und ein Lächeln.